Kritiken

Rausch der Poesie bis ins Innerste

Einen „Ambiente“-Abend gestaltete Maxi Blaha Samstag im Linzer Brucknerhaus mit Poesie aus dem „alten“ Paris. Im Mittelpunkt der Dichter Arthur Rimbaud, kongenial illustriert mit Jazzklängen von Klaus Dickbauer und Quartett.

Maxi Blaha widmete im Brucknerhaus einen bemerkenswerten Abend diesem Ausnahmegenie und gestaltete unter dem Titel „Was treibst du in Paris, Poet?“ höchst einfühlsam ein Programm, das nicht bloß Gedichte und Brieftexte aneinanderreihte, sondern auch zwischen den Zeilen Rimbauds ekstatisches Leben nachzuzeichnen versuchte.

Dabei wählte sie geschickt Texte von Rimbaud, mischte sie aber mit Gedanken der späteren Surrealisten Prévert, Elouard, Artaud und Cocteau sowie mit Gedichten des Vordenkers Baudelaire. So gelang ein eindringlicher Abend, der in seiner poetischen Versunkenheit zu berühren wusste.

Michael Wruss, OBERÖSTERREICHISCHE NACHRICHTEN

LADI DI von Franzobel:

Starke Momente

Sehr starke Momente hatte Maxi Blahas „Camilla“: Besonders in der Sub-Ebene betätigte Blaha beim Ausnehmen eines Schwans nonstop und punktgenau ihre semi-ekeligen Auslöser für diverse Lach-Ausbrüche.

Irene Judmayer, ÖBERÖSTERREICHISCHE NACHRICHTEN

ÜBER MÄNNER von Xavier Durringer:

Mit der überragenden Maxi Blaha in der Rolle einer außergewöhnlichen Frau auf der Suche nach wahrer Liebe und wahrem Leben und damit nach sich selbst ist am 5. Mai Über Männer vom französischen Autor Xavier Durringer erfolgreich am Theater Virulent in Linz erstaufgeführt worden:

“Eine Rolle für eine außergewöhnliche Darstellerin, die viele Voraussetzungen erfüllen sollte, um glaubhaft zu wirken: Sie sollte vorzugsweise eine attraktive Erscheinung sein, hinter deren Extravaganz und Exaltiertheit, ihrer Vorliebe für noble Hotels, ihren Affären und ihrer Sprunghaftigkeit ihre Vereinsamung zu erahnen ist. […] In der Person von Maxi Blaha scheint die ideale Darstellerin für diese Frauenrolle gefunden worden zu sein: ein Glücksfall.

M. Czerny,NEUES VOLKSBLATT

 EIN ABEND IN DER BAR: PARIS

….Maxi Blaha rezitierte in dekadenter Leidenschaft Texte von Brecht und Cocteau. Eine hochlaszive Stimmung, in der man(n) sich so richtig wohl fühle.

(EnTe) KRONE